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PRESSE

 

AUSZÜGE AUS DER DEUTSCHEN UND UNGARISCHEN PRESSE:

 
 

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Unter der Rubrik Leserfoto wurde am 17.02.2017 mein Bild "Montabaur erwacht an einem kalten Morgen im Februar" veröffentlicht

 
 

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Unter der Rubrik Leserfoto wurde am 15.02.2017 mein Bild "Der Nebel steigt in den Morgenstunden aus der Hermolder" veröffentlicht

 
 

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Unter der Rubrik Leserfoto wurde am 31.12.2016 mein Bild "Unser kleiner Baum im Rauhreifmantel" veröffentlicht

 
 

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Mein Bild "Blaue Stunde"auf der Titelseite der Westerwälder Zeitung vom 27.10.2016

 
 

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Die Westerwälder Zeitung verwendet mein Bild "Frühnebel"sogar auf deren Facebook Seite als Startbild:

 
 

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Unter der Rubrik Leserfoto wurde am 06.09.2016 mein Bild "Frühnebel" veröffentlicht:

 
 

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Unter der Rubrik Leserfoto wurde am 17.08.2016 mein Bild "Die Sonne löst den Morgennebel auf" veröffentlicht:

 
 

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Unter der Rubrik Leserfoto wurde am 08.07.2016 mein Bild "Morgennebel steigt auf" veröffentlicht:

 
 

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Unter der Rubrik Leserfoto wurde am 05.01.2016 mein Bild "Kirschloorbeer im Rauhreif" veröffentlicht:

 
 

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Unter der Rubrik Leserfoto wurde am 26.06.2015 mein Bild "Aufziehender Nebel aus den Wiesen hinter der Großholbacher Kirche" veröffentlicht:

 
 

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Unter der Rubrik Leserfoto wurde am 17.12.2014 mein Bild "Nebelwald" veröffentlicht:

 
   
 

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Unter der Rubrik Leserfoto wurde am 12.03.2014 mein Bild der "Wolkenformation über Großholbach" veröffentlicht:

   

 

 

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Unter der Rubrik Leserfoto wurde am 13.02.2014 mein Bild vom Schloß Montabaur veröffentlicht:

 
     

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Für einen Artikel am 11.12.2013 über den Naturpark Nassau wurde mein Bild vom aufgegebenen Steinbruch am Bornkasten verwendet:

 
   

WESTERWÄLDER ZEITUNG:

Ein großer Artikel mit Bildern war in der Westerwälder Zeitung am 20.10.2007 zu finden. Der Author stellte mir den Artikel freundlicherweise als jpg zu Verfügung:

 
       
   

FEJÉR MEGYEI HÍRLAP:

"Im Kulturhaus waren die Arbeiten des Graphikers Adorján László und eine spannende -traurige Fotoausstellung der Bilder von Norbert Ziegler über die Geschichte und Schicksal des 1912 gebauten und schändlich abgerissenen industriehistorischen Objektes zu sehen. …"

 
       
 

ES WAR EINMAL, ABER ES GIBT SIE NICHT MEHR
FEJÈR MEGYEI HÌRLAP
Erscheinungsdatum: 08. September 2007:

In den frühindustrialisierten Ländern legen auch heute noch die Fabrikniederlassungen und Arbeitersiedlungen Zeugnis ab vom Geschmack, Stil, Anspruch der Planer und der Bauherren. In Ercsi wurde das schöne Gebäude der 1912 erbauten Zuckerfabrik nicht gerettet. Eine Fotoausstellung erinnert daran.

In den viel früher industrialisierten Gegenden Westeuropa - in England, Deutschland, aber auch in Tschechien und in den USA - wurden wunderschöne Industrieobjekte, Fabriken, Betriebsstätten, Direktionsgebäude, Arbeitersiedlungen und die ihnen dienenden sozialen Anlagen errichtet, die noch im Geiste des Architektur des 18. Jahrhunderts entstanden.
Ansprechende, mit Ziegel bedeckte, angemessene Bauten, die noch keine Ähnlichkeit zeigten mit den in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufkommenden und den heutigen modernen und schrecklich praktischen, fantasielosen und lang- weiligen Kästen.

Dem Zeitgeist der Modernisierung, dem hungrigen Kapital und nicht zuletzt den beiden Kriegen fielen weltweit diese frühen Industriedenkmäler zum Opfer, aber jetzt wird mit Volldampf an sämtlichen Orten der Welt gerettet, was noch zu retten ist.
Künstler, Geschäftsleute, die Liebhaber alter Häuser, kulturelle Institutionen ziehen in die, ihre ursprünglichen Funktionen natürlich längst verlorenen, Objekte ein, Loftwohnungen werden in ihnen ausgestaltet, die zu astronomischen Preisen erwerbbar sind. Das Äußere der hundert bis zweihundert Jahre alten Fabrikgebäude wird unberührt gelassen, sie werden
technisch modernisiert, und glücklich ist der Innenarchitekt, der mit einer solchen Umformung beauftragt wird. In Ercsi geschah es nicht so, dort wurde das 1912 errichtete Fabrikgebäude der Zuckerfabrik mit unverständlicher Gleichgültigkeit abgerissen.

Im Kulturhaus wurde an den Eötvös-Tagen eine Ausstellung von Fotografien eröffnet, die Norbert HANGEN über die Sterbephasen des abgerissenen Fabrikgebäudes aufgenommen hat. Das Erscheinen von Herrn HANGEN in Ercsi war nicht alltäglich, der deutsche Ingenieur traf beim Bau der Autobahn M6 auf, die im Dezember 2004 zum Abriss verurteilte, alte Industrieschönheit, die auch in ihrem vernachlässigten Zustand noch Würde ausstrahlte.

"Als ich zum ersten Mal in Ercsi, im alten Gebäude der Zuckerfabrik war, haben mich die in der Halle herrschende Atmosphäre, die altertümliche Technik und vor allem der wahnsinnig imposante Kompressor förmlich überwältigt", schreibt der 1968 geborene Ingenieur über sein bestimmendes Erlebnis. Als Amateurfotograf, aber auf Profiniveau, hat er das ver-lassene Gebäude innen und außen verewigt, wie auch den wahnsinnig imposanten Kompressor aus dem Jahre 1912, der ebenfalls zerstört wurde!

In der Zuckerfabrik hat Tamás SZABO, der derzeitige Bürgermeister von Ercsi als Chemiemaschinenbau- Ingenieur von 1976-1997, gearbeitet und sich die Bilder und die Gegenstände der Ausstellung nicht als Bürgermeister anschauend, durchlebt er in Gedanken seine in der Fabrik verbrachten Jahre. Er behauptet, er sei mit dem Abriss nicht einverstanden gewesen, aber er habe nichts dagegen tun können. Die 1997 endgültig geschlossene Fabrik wurde privatisiert, sie wurde nicht durch Kunstdenkmalschutz aufgewertet, sie konnte nicht fliehen. Er selber hat die, vor dem Krieg mit Hand und in Perlenbuchstaben geschriebenen, Schichttagebücher gerettet, die weinenden Bücher, wie sie damals genannt wurden. Und auch von den nicht als wertvoll erachteten Zeitdokumenten hat er die schönen Planzeichnungen vorausschauend nach Hause gebracht. In der Ausstellung sind diese ebenfalls zu sehen, zusammen mit alten Fotos aus dem Leben der Fabrik, neben den zu den Festen verteilten Zuckerdosen- und Zuckerhutgeschenken.

In Ercsi hat Baron Josef LILIEN im 19. Jahrhundert auf modernem, kapitalisiertem Großgrundbesitz eine profitable Bewirtschaftung geschaffen, er baute Tabak an, Kartoffel, Sonnenblumen, unterhielt kleine Industriebetriebe. Zur Jahrhundertwende gehört der Grundbesitz dem Grafen WIMPFEN und 1910 hat Siegfried WIMPFEN mit der Familie
PATZENHOFER die bis zum 31. Dezember 1997 tätige Zuckerfabrik in Ercsi gegründet.

Während wir unter den Fotos nach den Resten der alten Gebäude suchen und aufnehmen, was von den schönen architektonischen und industriellen Denkmälern noch übrig geblieben ist, erinnert sich Tamas SZABO an die hervor-ragenden Arbeiter und Leiter, die in der staatssozialistischen Ära in der Produktion gearbeitet haben, nachdem die Gebäude von den ehemaligen Eigentümern beschlagnahmt worden waren. Ehemals kamen Mähren mit ihren Fach-kenntnissen nach Ercsi und ihre Nachkommen haben auch noch in der sozialistischen Epoche in der Fabrik gearbeitet. Josef KRA TOCHWILL, Janos KMETTY, Ferenc REZBANY AI, Ferenc VODA, Ferenc RIKTER, Janos PUTZ, Onkel Gyula KARLICSEK - viele von ihnen sind für Tamas SZABO in den guten Erinnerungen als Onkel geblieben.

Auf der Fotoausstellung sieht der Besucher beim Verlassen der Ausstellung die Originalhandzeichnung vom 70 Meter hohen Turm der Fabrik. Die Zuckerfabrik in Ercsi bestand 85 Jahre.